Das ist eine gute Frage, oder?
Um ganz ehrlich zu sein weiss ich das nicht so genau. Bis gestern Abend dachte ich eigentlich geht es mir gut hier:) Der Grund fuer die gute Laune war ein ziemlich langes Qat kauen und die Hochzeit, die ich besuchen durfte. Es war ein sehr schoenes Erlebnis. Die Menschen waren sehr gut gelaunt total offen, haben getanzt und uns so herzlich begruesst da konnte man sich nur heimisch fuehlen! Alle haben uns angesprochen, die Kinder, die aelteren Leute und auch jungere, wir wurden aufgefordert seeehr viele Fotos zu machen und zu tanzen. Ich tanze ja normalerweise schon gerne, aber es waren natuerlich nur Maenner anwesend und diese Tatsache hat mich dann schon zur Zurueckhaltung bewegt. Ein anderes fuer mich traumhaft schoenes Erlebnis war die Einladung ein paar Kinder zum Spielen. Sie haben ein Brettspiel gespielt mitten auf der Strasse, natuerlich auf den Boden. Wir haben uns zu ihnen gesetzt und fuer mich gab es einen extra Pappkarton damit ich mich auch nicht schmutzig mach. Das Spiel wurde uns mit Haenden und Fuessen erklaert, dafuer reicht mein Arabisch nun wirklich nicht aus:) und wir sassen dann eine viertel bis halbe Stunde und haben einfach so mit diesen Kindern gespielt und sie wollten uns zum Schluss gar nicht gehen lassen. Einfach ne tolle Atmosphaere!!!
So nebenbei eine andere gute Nachricht- ich denke die Bettwanzen sind weg:)!
Dennoch war heute nicht der beste Tag hier, da wir ein Treffen mit unserem eigentlichen Projektleiter Erik hatten. Er ist ein netter Mann, aber die Nachrichten, die er ueberbracht hat waren leider nicht die besten. In unserem Projekt ist alles ein ziemliches Wirrwarr (weiss nicht ob man das so schreibt:)), es war wohl urspruenglich ein jemenitisches Projekt, aber jetzt ist es zum GTZ Projekt mutiert und damit ist er nicht mehr dafuer verantwortlich. Das wiederrum heisst wir sind von einem Aziz (Projektleiter der GTZ) abhaengig, der ja noch im Urlaub ist und er wird bestimmen wo wir hingehen (welche Stadt) und was wir fuer Aufgaben zu erfuellen haben. Das ist ja alles nicht anz so tragisch, aber die Details, die er uns ueber Zabid genannt hat waren teilweise beunruhigend. Die Stadt soll sehr oede sein oder sogar mehr als das sprich kein Hotel (nicht mal eins), kein Restaurant, kein Cafe und kein Internet. Keiner von den Mitarbeitern hat es fuer mehr als zwei Wochen dort ausehalten, auch wegen dem sehr tropischen Klimas 90 % Luftfeutigkeit. Ausserdem sollen die Leute kein grosses Interesse an der Erhaltung ihrer Stadt zeigen und uns nur als westliche Geldgeber sehen. Das heisst dieses Projekt wird schwierig und steht nicht unter dem besten Stern. Dafuer soll das Projekt in Shibam (die andere Option) sehr gut laufen und als Vorzeigebeispiel gelten. Dafuer soll in Zabid ein Experte aus Amerika kommen der Wirschaftswissentschaftler ist und noch dazu ein sehr guter und die Arbeit mit ihm wohl sehr spannend. Wenn jemand an dieser Stelle verwirrt ist, kann ich es gut nachvollziehen. Miene Schlussfolgerung- es wird wohl am Besten sein sich beides mal anzuschauen.
Generell hatte Erik, der drei Jahre in Jemen gewohnt hat keine allzu gute Meinung ueber das Land und er hat diese Stimmung auch erfolgreich verbreitet.
Etwas gutes hatte das Treffen dennoch, er hat uns sehr viel Material ueber das Projekt und Zabid gegeben, so das uns in den naechsten Tagen wohl nicht langweilig wird, es ist einiges zu lesen.
Freitag, 27. Juli 2007
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2 Kommentare:
Hey Eli,
alles Gute zum Geburtstag!
Lass es dir gut gehen ;-)
Grüße
Ben
Hey Süße,
konntest du denn feiern?
Von mir auch noch alles Gute nachträglich!
Bin heut in Kairo angekommen...
Liebe Grüße,
Bianca
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